BahnCard kaufen ist nicht schwer, verlängern schon eher

Als ich für meine nächste Bahnfahrt auf meine Bahncard schauen musste stellte ich fest, dass sie bereits im Juni abgelaufen war. Im Juni? Hatte ich nicht erst vor knapp einem Monat die Rechnung bekommen und der Bahn die 240 EUR überwiesen?

Ein kurzer Blick aufs Konto bestätigt, dass ich 4. Oktober das Geld überwiesen habe. Also die Rechnung rausgekramt und Kontonummer und Bankleitzahl verglichen. Beide sowie die BahnCard – Nummer auf der Überweisung stimmen.

Eingang der Rechnung: 27.09.2012. Aber Moment! Die Rechnung stammt 08. Mai! Wieso kommt eine Rechnung aus dem Mai mit einem Portostempel vom 27.09.2012 bei mir an?

Im Portal der Bahn findet sich dann der Eintrag ‚Karte storniert‘ für die neue Karte. Da die Karte nicht von meiner Seite aus storniert wurde und ich auch die Karte bezahlt habe musste ich mal die kostenpflichtige Hotline nutzen.

Ziemlich patzig meinte die Callcenter Agentin mir klarmachen zu wollen, dass es meine Schuld sei, wenn ich eine Rechnung aus dem Mai erst im Oktober bezahlen würde. Man hätte in der Zwischenzeit einfach die Karte storniert, da man der Meinung war, dass ich sie nicht mehr haben wollte.

Sie könne aber auch keinen Geldeingang nachvollziehen und würde mir vorschlagen, dass ich einen Kontoauszug auf dem die Überweisung nachvollziehbar ist per Mail an den Service schicke um das Geld zurückzufordern.

Leider sind seit diesem Zeitpunkt fast zwei Wochen ohne jegliche Regung seitens der Bahn vergangen. Weder kam das Geld zurück noch wurde bestätigt, dass meine Mail angekommen oder bearbeitet wird.

Service sieht irgendwie anders aus, oder?

Follow-Up:

Parallel habe ich mich mal per Twitter an @db_bahn gewandt. Nach kurzer öffentlicher Erklärung bekam ich eine direkte Nachricht mit einer Bitte um die genauen Daten per Mail. Schon einige Minuten später kam eine freundliche E-Mail, die Hoffnung macht:

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ich habe mich mit den Kollegen der Buchhaltung in Verbindung gesetzt. Leider ist bei der Bearbeitung eines Vorganges etwas schief gelaufen. :-/ Die Kollegin wird heute noch die Rückzahlung in Auftrag geben, sodass Sie das Geld spätestens am Donnerstag (15.11.2012) oder Freitag (16.11.2012) auf Ihrem Konto haben.

Es tut mir leid, dass Sie so negative Erfahrungen machen mussten. Ich hoffe aber, dass ich Ihnen nun weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Nun warte ich mal ab ob das Geld wirklich ankommt.

Follow-Up:

Auch am 23.11.2012 hat die Bahn mir meine 240 EUR noch nicht überwiesen. Eine Mail an das Twitter – Team ist auf dem Weg und es wird spannend.

Schulung zu Linux Essentials bei der OpenSourceSchool

Ab November 2012 werde ich regelmäßig bei der OpenSourceSchool dreitägige Schulungen zur Prüfung Linux Essentials des Linux Professional Institute durchführen.

Weitere Informationen und Termine auf Linux-Essentials.de oder bei der OpenSourceSchool.

LPIC-3 – fast 5 Jahre später

Mit dem LPI (Linux Professional Institute) hatte ich auf dem LinuxTAG 2003 meine erste Berührung. Ich stand in der Nähe des LPI – Standes und Rainer Brandt schrie durch die Gegend: „Es sind noch Plätze für die LPI – Prüfung frei!

Nachdem mein Kollege, Christian Heße, und ich uns kurz informiert und sofort über meinen damaligen PDA eine LPI – ID beantragt hatten ging es direkt in die erste LPI – Prüfung meiner Laufbahn.

Dieser Prüfung folgten dann in den nächsten Jahren die weiteren Prüfung bis zum 12.10.2006. An diesem Tag wurde es richtig ernst. Aus Toronto war G. Matthew Rice, der Core-Entwickler des LPIC-3 angereist um die weltweit ersten Prüfungen zum LPIC-3 abzunehmen. Und da sassen wir nun, Christian und ich, die beiden einzigen Prüflinge, die extra für die Prüfung in die Niederlande nach Utrecht gefahren sind und wurden von Matt in die Prüfung eingewiesen.

Es standen die Prüfungen LPI-301 und LPI-302 an. Diese Prüfungen sollten nach der damaligen Planung jeweils 70 Fragen umfassen und wurden an dem Tag als Beta-Prüfung mit jeweils 140 Fragen geprüft um einen größeren Teil des Fragenpools am lebenden Objekt, also uns, testen zu können. Dafür bekamen wir auch die doppelte Zeit, also 180 Minuten pro Prüfungsteil. Das machte dann insgesamt 6 Stunden plus die Pause, die wir in der Prüfung verbracht haben. Mit der Ungewissheit am Ende er Prüfung ob es gereicht hat oder nicht.

Erst viel später, am 12.03.2007 war es soweit: Das positive Ergebnis kam und ich war LPIC-3 mit LPI-302 Mixed Environments.

Jetzt, fast 5 Jahre nach der abgelegten Prüfung hat der LPIC-3 mich wieder eingeholt. Es stand die Rezertifizierung an um meinen erworbenen LPI-301 und LPI-302 nicht in den Passiv – Status übergehen zu lassen, denn ohne Rezertifizierung müsste ich den kompletten Pfad von der LPI-101 bis zur LPI-302 erneut durchlaufen.

Also machte ich mich vor 2 Wochen auf den Weg zur openSUSE Conference nach Nürnberg und setzte mich dort, ungewohnter Weise, als Prüfling an den Tisch und nahm zum 2. Mal an der LPI-302 teil. Da die LPI-302 automatisch auch alle niedrigeren Level rezertifiziert reicht das für den Erhalt meines Zertifizierungslevels aus. Knappe 36 Minuten später gab ich zur Verwunderung des Proctors, Alexander Vogt, bereits meine Unterlagen ab und er war erstaunt, dass ich nur knapp über ein Drittel der Zeit brauchte.

Für mich war klar: Entweder kenne ich mit mit dem Thema Mixed Environments gut genug aus um die Fragen direkt richtig zu beantworten, oder nicht.

Heute kam dann die Erlösung: Der LPIC-3 ist rezertifiziert, ich habe die Prüfung bestanden.

Damit habe ich wieder 5 Jahre Zeit bis ich wieder von der Seite als Proctor auf die Seite des Prüfungsteilnehmers wechseln muss um den LPIC-3 zu behalten. Vor dem 12.09.2016 muss ich also wieder aktiv werden.