Providerwechsel ist einfach???

Laut der Homepage der Telekom reicht es aus das Onlineformular auszufüllen, abzuschicken und auf die zugeschickte Post zu reagieren.

Damit es mit dem Umzug klappt ist die Kündigungsfrist beim alten Provider zu beachten und die Kündigung rechtzeitig einzureichen.

Nun sollte man meinen, dass bei einer Bestellung Ende März 2012 und einer Kündigungsfrist zum 23.07.2012 reicht um am 23.10.2012 aus dem alten Vertrag zu kommen.

Leider weicht die Theorie deutlich von der Praxis ab. Das erste Problem entsteht bei der Bestellung eines Tarifs vDSL 50 mit VoIP wenn man die bereits vorhandene FritzBox! behalten möchte und nicht die Hardware der Telekom bestellen will. Nach dem Abwählen der Hardware wird aus dem Vertrag ein vDSL Standard – Vertrag ohne darauf hinzuweisen. Das Stornieren erzeugte nicht nur einen neuen Vertrag, sondern entfernte auch die Portierung, sodass auch die Übernahme der Rufnummern entfällt. Der Vertrag ließ sich erst im dritten Anlauf mit vielen Anrufen bei der Hotline einrichten.

Das Wechselformular mit der Angabe der Rufnummern war schnell ausgefüllt und per Fax an die Telekom geschickt. Eine Woche später kam ein Anruf der Hotline mit dem Hinweis, dass Vodafone die Portierung ablehnt weil das gefaxte Dokument unleserlich ist. Also eine digital ausgefüllte Variante erstellt und per Mail an die Telekom geschickt. Ein freundlicher Mitarbeiter bestätigte dann telefonisch den Empfang und bestätigte, dass alles wie gewünscht eingerichtet ist und der Wechsel seinen normalen Gang geht. Anfang Oktober sollte die Telekom sich dann melden.

Schon fast in Vergessenheit geraten begann zwei Wochen vor der geplanten Umstellung mit dem Anruf bei der Telekom Hotline das richtige Grauen. Es war seitens der Telekom keine Vorbereitung für den Umzug getroffen, da von Vodafone keine Kündigungsbestätigung eingegangen sei. Es würde das Wechselschreiben fehlen.

Nach kurze Recherche fand sich im internen System der Telekom das 2. Wechselschreiben. Es wurde nur vergessen das Dokument an Vodafone zu schicken.

Nach einigem hin und her und der anfänglichen Ungewissheit ob Vodafone zum Vertragsende abschaltet oder nicht gibt es nun einen entgültigen Stand:

Vodafone akzeptiert die Kündigung nicht und besteht darauf, dass der Vertrag erst zum 23.10.2012 kündbar ist. Der Wechsel von Vodafone zur Telekom kann also nicht vorher stattfinden.

Der Telekom tut dies leid, aber ändern können sie es nicht. 🙁

BahnCard kaufen ist nicht schwer, verlängern schon eher

Als ich für meine nächste Bahnfahrt auf meine Bahncard schauen musste stellte ich fest, dass sie bereits im Juni abgelaufen war. Im Juni? Hatte ich nicht erst vor knapp einem Monat die Rechnung bekommen und der Bahn die 240 EUR überwiesen?

Ein kurzer Blick aufs Konto bestätigt, dass ich 4. Oktober das Geld überwiesen habe. Also die Rechnung rausgekramt und Kontonummer und Bankleitzahl verglichen. Beide sowie die BahnCard – Nummer auf der Überweisung stimmen.

Eingang der Rechnung: 27.09.2012. Aber Moment! Die Rechnung stammt 08. Mai! Wieso kommt eine Rechnung aus dem Mai mit einem Portostempel vom 27.09.2012 bei mir an?

Im Portal der Bahn findet sich dann der Eintrag ‚Karte storniert‘ für die neue Karte. Da die Karte nicht von meiner Seite aus storniert wurde und ich auch die Karte bezahlt habe musste ich mal die kostenpflichtige Hotline nutzen.

Ziemlich patzig meinte die Callcenter Agentin mir klarmachen zu wollen, dass es meine Schuld sei, wenn ich eine Rechnung aus dem Mai erst im Oktober bezahlen würde. Man hätte in der Zwischenzeit einfach die Karte storniert, da man der Meinung war, dass ich sie nicht mehr haben wollte.

Sie könne aber auch keinen Geldeingang nachvollziehen und würde mir vorschlagen, dass ich einen Kontoauszug auf dem die Überweisung nachvollziehbar ist per Mail an den Service schicke um das Geld zurückzufordern.

Leider sind seit diesem Zeitpunkt fast zwei Wochen ohne jegliche Regung seitens der Bahn vergangen. Weder kam das Geld zurück noch wurde bestätigt, dass meine Mail angekommen oder bearbeitet wird.

Service sieht irgendwie anders aus, oder?

Follow-Up:

Parallel habe ich mich mal per Twitter an @db_bahn gewandt. Nach kurzer öffentlicher Erklärung bekam ich eine direkte Nachricht mit einer Bitte um die genauen Daten per Mail. Schon einige Minuten später kam eine freundliche E-Mail, die Hoffnung macht:

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ich habe mich mit den Kollegen der Buchhaltung in Verbindung gesetzt. Leider ist bei der Bearbeitung eines Vorganges etwas schief gelaufen. :-/ Die Kollegin wird heute noch die Rückzahlung in Auftrag geben, sodass Sie das Geld spätestens am Donnerstag (15.11.2012) oder Freitag (16.11.2012) auf Ihrem Konto haben.

Es tut mir leid, dass Sie so negative Erfahrungen machen mussten. Ich hoffe aber, dass ich Ihnen nun weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Nun warte ich mal ab ob das Geld wirklich ankommt.

Follow-Up:

Auch am 23.11.2012 hat die Bahn mir meine 240 EUR noch nicht überwiesen. Eine Mail an das Twitter – Team ist auf dem Weg und es wird spannend.